Archiv für den Monat Juli 2013

Evergreens am Dienstag

Wie der Titel der überaus beliebten Rubrik (jaja, Fahrräder und Nagellack …) schon nahelegt, gibt es hier eigentlich nie neue Musik, immer nur alte. Die folgende Musik wird die werte Leserschaft sicher merkwürdig berühren, auch Ihr geschätzter Ruhepuls wird sich – wenn er sich überhaupt rührt – eher senken. Das ist erstaunlicherweise ein Lied voller Erinnerungen für mich, man suchst’s sich nicht unbedingt aus – ich weise hier ja immer wieder gerne auf meine zarte Seite hin und die erwischt auch im wahren Leben die Leute eher kalt … Wofür ich allerdings aufrichtig um Verzeihung bitten muss, sind die unterlegten Bilder – ganz schlimm, sieht aus, als hätte jemand den Grußkartenständer der christlichen Buchhandlung geplündert. Also schauen Sie einfach nicht hin und stellen Sie sich bitte vor, Sie hören diese Musik auf dem Dach eines abgewrackten Hochhauses mit diesigem Blick übers Industriegebiet!

Edit: Ist (wie meistens) keine zufällige Wahl – mit dem Film, der dazu in meinem Kopf läuft, bin ich heute morgen schon aufgewacht.

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If you want me

In the Garden

You will find me if you want me
in the garden
unless it’s pouring down with rain
(Einstürzende Neubauten)

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Wettschulden sind Ehrenschulden – oder: Haltet das „s“!!!!

Erinnern Sie sich? Ganz beglückt war ich, dass eine sympathische, musikalisch außerordentlich versierte junge Dame so im Vorbeigehen das Musikrätsel löst. Und dann bleibe ich den Preis schuldig!!! Die Wahrheit ist: Ich hatte tatsächlich seitdem keine Gelegenheit, meine Fahrradhausrunde zu fahren. Aber heute! Gerade als sich hier ein angenehmer Sommerregen aufmachte, konnte ich endlich aufs Fahrrad steigen, ein Ründchen drehen und endlich meine Schulden einlösen. Zuhause noch schnell das Schild gemalt – nee, braun sieht nicht schön aus, wo ist der rote Stift? – schnell los, und schon als ich das Schild aus dem Rucksack zog … AHHH!!!! Haltet das „s“!!! Es hat sich beim Wechsel von braun zu rot aus dem Staub gemacht! Der Schurke ist etwa 4-5 cm groß, rot und äußerst eilig unterwegs. Er gehört in Wirklichkeit hier hin:

80Smusicmixtape.wordpress.com

Und hier, liebe Nadine, endlich das Foto 😀
Wettschulden

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Seite 3

Heute Nachmittag ist das Finale der Fußball-EM der Frauen, im Endspiel: die deutsche Nationalmannschaft gegen die norwegische. Sie können jetzt sagen: Fußball interessiert mich nicht, völlig legitim. Aber dass die FAS (ja, die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung!) erst auf der dritten Seite des Sportteils ein fragwürdiges Portrait der Torfrau Nadine Angerer als einzigen Beitrag zur Berichterstattung zu einem EM-Finale mit deutscher Beteiligung bringt, ist unterirdisch. Warum les‘ ich sonntags eigentlich dieses konservative &%?$§-Blatt?

Aber was will man erwarten, wenn schon das ZDF die Übertragung so beworben hat?

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Können Sie sehr gut Rad fahren?

Können Sie sehr gut Rad fahren? War Radfahren lernen als Kind für Sie leicht oder nicht? Hatten Sie das Vergnügen, einem Kind Radfahren beizubringen? Ist Ihr Gefühlsleben reich und vielfältig und warm, oder ist es kleinteilig und verknappt und mürbe und billig und wie Spucke? Vertrauen Sie wenigstens sich selbst? Ätzt es Sie nicht an – verzeihen Sie diese poppige Redeweise – Sie selbst zu sein? Wenn Sie die Wahl hätten und, sagen wir, Godzilla sein könnten, würden Sie nicht freudig mit ihm tauschen, mein Lieber? KönntenSie dann nicht auf Ihre schlechten Frisuren und freudlosen Gaderoben und mürrischen Stimmungen verzichten und sich endlich mal amüsieren, wie Godzilla? Was müssten wir Ihnen geben, damit Sie Godzilla werden und uns in Frieden lassen? Wann können wir mit einer Antwort rechnen?

Ich wünschte, ich hätte Ihnen diese Fragen gestellt – in Wirklichkeit ist es der geniale Padgett Powell. In seinem Buch „Roman in Fragen“ (wesentlich passender der amerikanische Originaltitel „The Interrogative Mood. A Novel?“ – ein Roman ist es nämlich nicht) fragt er ausschließlich – über 185 Seiten. Ich bin erst auf Seite 20, hatte aber schon mächtig viel Spaß mit diesem Buch. Wenn ich es ganz gelesen habe, träume ich sicher sogar mit Fragezeichen 😉

Padgett Powell: Roman in Fragen. Aus dem Amerikanischen übersetzt von Harry Rowohlt.

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Eben …

… wäre meine Spottlust beinahe mächtig mit mir durch gegangen. Und spöttisch bin ich wirklich selten – meistens bin ich sehr positiv, wenn nicht bin ich traurig, zornig, nervös oder gleichgültig. Zuerst gab ich den durchgehenden Pferdchen noch mächtig die Peitsche (ja, mit genauso irrem Blick wie die Kontrahenten in Ben Hur), plötzlich sah ich dann doch noch durch den roten Schleier vor meinen Augen das kleine wilde Blinklicht „Impulskontrolle!!!“, zerrte aus Leibeskräften an den Zügeln und brachte meinen Streitwagen schlingernd zum Stehen.

Und so verkneife ich mir alles. Nein, alles schaff‘ ich nicht. Zwei Dinge muss ich loswerden:

1. Wer auf zwanzig Zeilen zwanzig mal das Wort „Kultur“ verwendet, sollte zumindest die grammatikalischen Fehler in den selben zwanzig Zeilen einigermaßen im Griff haben. Darauf, dass ich in einem zwanzigzeiligen Deutschpunk-Lied über Dosenbier mehr Esprit leuchten sehe, gehe ich nicht weiter ein (damn, fällt mir das gerade schwer …).

2. Noch nie ist es mir so schwer gefallen, nicht zu rebloggen.

hat übrigens Moby später gecovert. Als schicken Mix und live mit Gitarre in der Hand. Nur damit ich hier auch mal n bisschen kulturelle Bildung verbreite, höhö. Immer gern 😉

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I’ll wait for you …

Moosgrün

… in the deepest forest, where the heat of the day is nothing but a golden shadow. And Baby, I’m longing for you.

 

 

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Evergreens am Dienstag

Haben Sie mich vermisst? Ich mich auch! Die komplette letzte Woche (der allseits beliebte Dienstag ist ja eine griffige Zeitmarke) war ich nicht da – das war anstrengend! Alles in Abwesenheit erledigen, Absenz mit vorgetäuschter Präsenz übertünchen, abends im Bettchen liegen und sich selbst vermissen – ich kann Ihnen sagen …!

Gestern der Stichtag: alles erledigt & somit wieder bei mir – endlich, da gefällt’s mir nämlich.

So war ich eine Woche:

Und so bin ich heute abend:

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Evergreens am Dienstag

Heute fühle ich mich wie Mazzy Star klingt. Anbetungswürdig: Hope Sandoval.

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